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10.02.2012 12:16

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BAADER MARKETS-KOLUMNE

Dividendenperlen für hektische Zeiten

ThyssenKrupp zu myNews hinzufügen Was ist das?


Dividendenzahlungen sind ein wichtiger Teil des Gesamtertrages einer Aktienanlage.

Sie dienen zudem als Sicherheitspuffer bei Kursverlusten. Dividendenperlen performen häufig besser als der Gesamtmarkt.

ThyssenKrupp und Siemens haben den Dividendenreigen im Januar eröffnet. Weitere 28 Unternehmen aus dem DAX werden in den kommenden Wochen folgen. Der Höhepunkt der Ausschüttungen folgt im Mai und Juni dieses Jahres. Es wird von den Analysten geschätzt, dass die Blue Chips der deutschen Unternehmenslandschaft 2012 wahrscheinlich 26,9 Mrd. Euro an ihre Aktionäre zahlen. Das liegt in Schlagweite der Rekordzahlungen in Höhe von 27,5Mrd. Euro im Jahr 2007. Durchschnittlich 4,2 Prozent beträgt die Dividendenrendite der Blue Chips Im DAX laut Bloomberg. Nachdem die neuesten Daten anzeigen, dass der Konjunkturpessimismus des vergangenen Jahres nicht berechtigt ist, steigt auch die Hoffnung, dass die Dividendenzahlungen in den kommenden Jahren höher ausfallen werden. Seit dem Tief im Dezember befinden sich die Dividendenfutures wieder im Aufwind. Dividendenzahlungen tragen zu einem nicht unerheblichen Maß zu der Gesamtrendite einer Aktienanlage bei. Lange Untersuchungsreihen am amerikanischen Aktienmarkt, die bis zu 200 Jahre zurückreichen, sprechen von einem Anteil von bis zu 66 Prozent an der Gesamtrendite. Aber auch auf kürzere Zeiträume haben die Unternehmen, die hohe Dividendenrenditen aufweisen, Performance-Vorteile. Im vergangenen Jahr konnten die Top-Dividendenzahler aus dem S&P 500 mit Renditen von 4 Prozent eine Performance von durchschnittlich 8 Prozent erzielen. Der breite Gesamtmarkt ging zu unveränderten Kursen gegenüber dem Vorjahr aus dem Handel. Darüber hinaus dienen hohe Dividendenrenditen als Sicherheitspuffer in volatilen Zeiten.

Für Anleger, die von den steigenden Dividendenerwartungen am amerikanischen Aktienmarkt profitieren wollen, bietet die Société Générale das Dividend Stars USA Index-Zertifikat (DE000SG0EDH2) an, das auf zehn amerikanische Blue Chips mit den höchsten Dividendenrenditen setzt. Der Index enthält zehn gleich gewichtete Werte. Darunter befinden sich Unternehmen wie Du Pont, Johnson & Johnson und AT&T. Das Zertifikat kam in den vergangenen zwölf Monaten auf einen erstaunlich hohen Gewinn von 23 Prozent. Über drei Jahre liegt er bei fast 75 Prozent. Das Zertifikat profitierte in den vergangenen Monaten auch von der kräftigen Aufwertung des Dollar. Eine Alternative stellt das STOXX Americas Select Dividend 40 Return-Zertifikat der HypoVereinsbank (DE000HV5ADB6) dar, das in den vergangenen zwölf Monaten eine Performance von 17,2 Prozent erzielt hat. Über drei Jahre liegt das Plus sogar bei 98,50 Prozent. Auch die asiatischen Aktienmärkte besitzen dividendenstarke Werte. Das zeigt auch das Partizipationszertifikat der Royal Bank of Scotland auf den DJ Asia Select Index (NL0000623759). In den vergangenen drei Jahren erreichte es einen Gewinn von 136,2 Prozent. Auf Jahressicht konnte es sich allerdings nicht der Korrektur an den asiatischen Aktienmärkten entziehen und musste Einbußen von 3,6 Prozent hinnehmen. Wegen der niedrigen Bewertung asiatischer Aktien lohnt es sich, einen Blick auf dieses Zertifikat zu werfen.

Für Anleger, die von den Aussichten des europäischen Marktes überzeugt sind, bietet Goldman Sachs ein Partizipiationszertifikat auf den Euro STOXX 50 Index 12/2012 Dividenden Future (DE000GS1ZZ29) an. Dieser Kontrakt bezieht sich auf die Dividendenperiode, die im Dezember 2011 begonnen hat und im Dezember 2012 endet. Wenige Wochen vor dem Laufzeitende errechnet sich der Zertifikatekurs aus den Dividendenzahlungen der Euro-STOXX-Unternehmen einerseits und den Erwartungen für die Dividendenzahlungen im darauf folgenden Jahr andererseits. In den vergangenen vier Wochen erzielte das Zertifikat einen Gewinn von 7 Prozent. Einen deutlich stärkeren Anstieg wies in den vergangenen Wochen das Zertifikat auf den Euro STOXX 50 Index 12/2013 Dividenden Future (DE000GS1ZZ37) auf. Es brachte dem Anleger ein Plus von mehr als 11 Prozent.

Konservative Investoren haben die Chance, über ein Zertifikat der Commerzbank auf den DivDAX Performanceindex (DE000CB52598), der die 15 DAX-Werte mit der höchsten Dividendenrendite enthält, auf Dividendenpapiere zu setzen. Dabei werden auch die Dividendenzahlungen berücksichtigt. In den vergangenen drei Jahren schlug der DivDAX den DAX um 5 Prozentpunkte. Es gibt aber noch einige andere Dividendenstrategien, die attraktive Renditen erzielen.

Seit Jahrzehnten bewährt hat sich die „Dogs-of-the-Dow-Strategie“. Die seit den Siebzigerjahren in den USA bekannte Investmentstrategie wählt am Jahresanfang die zehn Aktien mit der höchsten Dividendenrendite aus dem Aktienkorb von 30 Standardaktien des DowJones Index aus. Die Zusammensetzung wird zu Beginn des kommenden Jahres überprüft und das Portfolio mit den „Dividendenprotzen“ neu besetzt. Diese Strategie selbst umzusetzen, ist aufwendig. Aber die Bank of America/Merrill Lynch hat das German Top Twelve TR Zertifikat (DE000ML0C6Z8) im Angebot, das die „Dogs-of-the-Dow-Strategie“ verbrieft. Nach den Turbulenzen an den Kapitalmärkten musste der Anleger allerdings in den vergangenen zwölf Monaten einen Verlust von rund 18 Prozent hinnehmen. Grund sind die Versorger, die nach dem Atomstopp kräftige Verluste hinnehmen mussten. Im Dreijahreszeitraum blieb dem Anleger aber immer noch ein Gewinn von knapp 64 Prozent. Das Dividend Stars Germany Index-Zertifikat der Société Générale (DE000SG0EDK6), das sich aus den zehn höchstrentierenden DAX-Titeln zusammensetzt, kam auf vergleichbare Ergebnisse. Der Verlust von 15,1 Prozent über die vergangenen zwölf Monate zeigt, dass sich die Dividendenstrategien nicht dem Abwärtstrend am deutschen Aktienmarkt entziehen konnten. Knapp 49 Prozent ist der Gewinn über den Dreijahreszeitraum. Das ist deutlich schlechter als bei den amerikanischen Dividendenperlen.

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Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.

Der Autor dieses Artikels ist Christian Grabbe, Derivateexperte bei der Baader Bank AG und zuständig für alle Derivategeschäfte. Weitere Informationen rund um die Themen Indizes, Aktien, Anleihen, Hebelprodukte, ETFs, Devisen und Rohstoffe erhalten Sie auf www.Baadermarkets.de sowie in dem kostenlosen Newsletter Zertifikate Börse.“

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