Unter dem Strich sei der Überschuss in den letzten drei Monaten des Jahres von 135 auf 110 Millionen US-Dollar gesunken, teilte der Börsenbetreiber am Freitag in New York mit.
NYSE Euronext zufolge fielen im Zusammenhang mit dem Fusionsvorhaben im vierten Quartal Kosten in Höhe von 38 Millionen Dollar an, weitere 25 Millionen Dollar entstanden durch eine Steuerbelastung im Zusammenhang mit der CO2-Börse Bluenext, einem Gemeinschaftsunternehmen mit der französischen Caisse des Depots. Bereinigt um diese Aufgaben stieg der Gewinn und übertraf zudem die Markterwartungen.
Die EU-Kommission hatte den Zusammenschluss von Deutsche Boerse und NYSE Euronext zum weltgrößten Handelsplatz Anfang Februar untersagt. Die Behörde hatte Bedenken, dass das neue Unternehmen eine zu große Marktmacht im Derivatehandel entfalten würde. "Wir sind extrem enttäuscht von dieser Entscheidung", sagte Nyse Euronext-Chef Duncan Niederauer am Freitag. Offenbar gebe es auf Seiten der Kommission ein völlig anderes Verständnis von der Wettbewerbsdynamik der globalen Märkte. Duncan dankte den Anteilseignern für ihr Vertrauen und betonte, dass NYSE Euronext in dieser Zeit noch stärker geworden sei.
Für das Gesamtjahr wies der Börsenbetreiber einen Gewinnanstieg von 577 auf 619 Millionen Dollar aus. Der Umsatz verbesserte sich von 2,5 Milliarden auf 2,7 Milliarden Dollar.
NEW YORK (dpa-AFX)