Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben einen schwächeren Start in den Freitaghandel erwischt und weisen derzeit rote Vorzeichen aus. Als Belastung erweist sich dabei die anhaltende Hängepartie um die Rettung Griechenlands. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,82 Prozent auf 2.501,55 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,51 Prozent auf 2.477,56 Zähler. Die europäischen Länderbörsen zeigen eine negative Tendenz.
Die französische Industrieproduktion hat sich im Dezember 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Insee reduziert. Demnach sank die Industrieproduktion gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent, wogegen sie im November um 1,1 Prozent gestiegen war. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat die Industrieproduktion um 0,6 Prozent zugelegt. Alcatel-Lucent rauschen um 15,8 Prozent nach oben. Der Netzwerkausrüster musste im vierten Quartal einen Umsatzrückgang ausweisen, konnte beim Ergebnis jedoch deutlich zulegen. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 4,15 Mrd. Euro unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 4,76 Mrd. Euro. Der Nettogewinn verbesserte sich indessen auf 868 Mio. Euro, nach 340 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Kaufpreisallokationen lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum mit 572 Mio. Euro um 48,6 Prozent über dem Vorjahreswert von 385 Mio. Euro. Im Berichtszeitraum standen dabei unter anderem positive steuerliche Einmaleffekte in Höhe von 292 Mio. Euro sowie Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 65 Mio. Euro zu Buche. Der bereinigte operative Gewinn ging im Schlussquartal 2011 um 19,8 Prozent auf 316 Mio. Euro zurück. Daneben verschlechtern sich Total (TOTAL) um 0,8 Prozent. Der Ölkonzern hat seinen Gewinn im vierten Quartal trotz einer rückläufigen Produktion um 13 Prozent gesteigert. Dabei profitierte man von höheren Ölpreisen. Die Erwartungen wurden erfüllt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 2,29 Mrd. Euro, im Vergleich zu 2,03 Mrd. Euro im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn lag bei 2,73 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,56 Mrd. Euro). Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2,72 Mrd. Euro ausgegangen. Der Umsatz nahm um 18 Prozent auf 47,49 Mrd. Euro zu.
Des Weiteren fahren Michelin (Michelin (Compagnie Générale d Etablissements Michelin SCPA)) um 1,6 Prozent vor. Der Reifenhersteller konnte im Geschäftsjahr 2011 angesichts eines starken Umsatzwachstums einen deutlichen Gewinnanstieg ausweisen. Dabei profitierte man von Preiserhöhungen. Die Erwartungen wurden übertroffen. Indes hat man das operative Gewinnziel angehoben. Der Nettogewinn belief sich auf 1,46 Mrd. Euro, gegenüber einem Gewinn von 1,05 Mrd. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,34 Mrd. Euro ausgegangen. Der Umsatz wuchs im Berichtszeitraum um 15,8 Prozent auf 20,72 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis lag bei 1,95 Mio. Euro, nach knapp 1,7 Mio. Euro im Vorjahr.
In Großbritannien stehen heute die Aktien der Großbank Barclays mit einem Aufschlag von 3 Prozent im Blick. Der Konzern verlautbarte, dass sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz rückläufiger Rückstellungen gesunken ist, was in erster Linie auf eine schwache Entwicklung im Investment Banking zurückzuführen ist. Die Markterwartungen wurden damit verfehlt. Auch die Eigenkapitalrendite zeigte sich rückläufig. Indes wurde eine Dividendenerhöhung beschlossen. So belief sich der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen auf 3,01 Mrd. Britische Pfund (GBP), im Vergleich zu 3,56 Mrd. GBP im Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern verringerte sich um 3 Prozent und lag bei 5,88 Mrd. GBP. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn vor Steuern von 6,1 Mrd. GBP ausgegangen. Die Gesamterträge erreichten 33,03 Mrd. GBP (Vorjahr: 32,20 Mrd. GBP). Die Eigenkapitalrendite belief sich im Jahr 2011 auf 5,8 Prozent, im Vergleich zu 7,2 Prozent im Jahr 2010. Damit ist man weit von der eigenen Zielmarke von 13 Prozent für 2013 entfernt.
Die schweizerischen Verbraucherpreise haben sich im Januar 2012 mit beschleunigtem Tempo reduziert. Dies teilte das Schweizer Bundesamt für Statistik BfS mit. So schrumpften die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,8 Prozent, während sie im Dezember 2011 um 0,7 Prozent nachgegeben und im Januar 2011 um 0,3 Prozent zugelegt hatten. Binnen Monatsfrist gingen die Konsumentenpreise um 0,4 Prozent zurück. Aus der Schweiz wird heute zudem ein Zukauf gemeldet. Der Schokoladenhersteller Barry Callebaut hat eine Vereinbarung über den vollständigen Erwerb der Mona Lisa Food Products Inc., eines Anbieters von Schokoladendekorationsprodukten in den USA, abgeschlossen. Der Titel gibt daraufhin im breiten Markt um 0,2 Prozent nach.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.501,55 (-0,82 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.477,56 (-0,51 Prozent) FTSE 100 (London): 5.880,93 (-0,25 Prozent) CAC40 (Paris): 3.404,54 (-0,59 Prozent) MIB (Mailand): 16.597,95 (-0,34 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.830,10 (-0,81 Prozent) SMI (Zürich): 6.138,34 (-0,51 Prozent) ATX (Wien): 2.218,07 (-1,23 Prozent) (10.02.2012/ac/n/m)