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10.02.2012 13:47

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Börsen in Europa am Mittag: Weiter im Minus, Barclays nach Zahlen im Plus

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes notieren im Freitaghandel zur Mittagszeit klar in der Verlustzone. Die anhaltende Hängepartie um die Rettung Griechenlands lastet deutlich auf dem Gemüt der Anleger. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 1,57 Prozent auf 2.482,85 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,84 Prozent auf 2.469,16 Zähler. Die europäischen Länderbörsen zeigen eine negative Tendenz.

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine negative Handelseröffnung ab. So geht es für den Dow Jones Future derzeit um 0,74 Prozent nach unten. Der NASDAQ-Future verliert 0,82 Prozent an Wert, während der S&P-Future um 0,89 Prozent fällt. Aus den USA werden heute die Handelsbilanz, Verbraucherstimmung und der Haushaltssaldo gemeldet.

Die britischen Erzeugerpreise sind im Januar 2012 nach Angaben von National Statistics mit abgebremstem Tempo angezogen. So lagen die Preise um 4,1 Prozent über dem Vorjahresniveau, nach 4,8 Prozent im November. Im Vormonatsvergleich kletterten die Erzeugerpreise um 0,5 Prozent. Im FTSE 100 legen Barclays um 2,8 Prozent zu. Die Großbank teilte mit, dass ihr Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz rückläufiger Rückstellungen gesunken ist, was in erster Linie auf eine schwache Entwicklung im Investment Banking zurückzuführen ist. Die Markterwartungen wurden damit verfehlt. Auch die Eigenkapitalrendite zeigte sich rückläufig. Indes wurde eine Dividendenerhöhung beschlossen. So belief sich der Nettogewinn auf 3,01 Mrd. Britische Pfund (GBP), nach 3,56 Mrd. GBP im Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern verringerte sich um 3 Prozent und lag bei 5,88 Mrd. GBP. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn vor Steuern von 6,1 Mrd. GBP ausgegangen. Die Gesamterträge erreichten 33,03 Mrd. GBP (Vorjahr: 32,20 Mrd. GBP). Die Eigenkapitalrendite belief sich im Jahr 2011 auf 5,8 Prozent, im Vergleich zu 7,2 Prozent im Jahr 2010. Damit ist man weit von der eigenen Zielmarke von 13 Prozent für 2013 entfernt.

Die italienische Industrieproduktion hat sich im Dezember 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat reduziert. Binnen Jahresfrist schrumpfte der Industrie-Output der viertgrößten europäischen Volkswirtschaft kalenderbereinigt um 1,7 Prozent. Für November war ein Minus von 4,1 Prozent verzeichnet worden. Im Vormonatsvergleich zog die Industrieproduktion saisonbereinigt um 1,4 Prozent an.

Die französische Industrieproduktion hat sich indes im Dezember 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Insee reduziert. Demnach sank die Industrieproduktion gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent, wogegen sie im November um 1,1 Prozent gestiegen war. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat die Industrieproduktion um 0,6 Prozent zugelegt. Daneben ist das Leistungsbilanzdefizit Frankreichs im Dezember 2011 nach Angaben der Banque de France größer geworden. So erhöhte sich das Leistungsbilanzdefizit auf 3,0 Mrd. Euro, nachdem im November ein Passivsaldo von 2,1 Mrd. Euro gemeldet worden war. Hierbei kletterte das Handelsbilanzdefizit binnen Monatsfrist von 4,3 Mrd. auf 5,4 Mrd. Euro. Alcatel-Lucent rauschen als Spitzenreiter im CAC 40 um 14,4 Prozent nach oben. Der Netzwerkausrüster musste im vierten Quartal einen Umsatzrückgang ausweisen, konnte beim Ergebnis jedoch deutlich zulegen. So lag der Umsatz mit 4,15 Mrd. Euro unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 4,76 Mrd. Euro. Der Nettogewinn verbesserte sich indessen auf 868 Mio. Euro, nach zuvor 340 Mio. Euro. Bereinigt um Kaufpreisallokationen lag der Nettogewinn mit 572 Mio. Euro um 48,6 Prozent über dem Vorjahreswert von 385 Mio. Euro. Im Berichtszeitraum standen dabei unter anderem positive steuerliche Einmaleffekte in Höhe von 292 Mio. Euro sowie Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 65 Mio. Euro zu Buche. Der bereinigte operative Gewinn ging im Schlussquartal 2011 um 19,8 Prozent auf 316 Mio. Euro zurück.

Daneben verschlechtern sich Total (TOTAL) um 1,2 Prozent. Der Ölkonzern hat seinen Gewinn im vierten Quartal trotz einer rückläufigen Produktion um 13 Prozent gesteigert. Dabei profitierte man von höheren Ölpreisen. Die Erwartungen wurden erfüllt. Der Nettogewinn belief sich auf 2,29 Mrd. Euro, im Vergleich zu 2,03 Mrd. Euro im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn lag bei 2,73 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,56 Mrd. Euro). Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2,72 Mrd. Euro ausgegangen. Der Umsatz nahm um 18 Prozent auf 47,49 Mrd. Euro zu. Zudem fahren Michelin (Michelin (Compagnie Générale d Etablissements Michelin SCPA)) mit einem Abschlag von 2,8 Prozent hinterher. Der Reifenhersteller hat im Geschäftsjahr 2011 angesichts eines starken Umsatzwachstums einen deutlichen Gewinnanstieg ausgewiesen. Dabei profitierte man von Preiserhöhungen. Die Erwartungen wurden übertroffen. Indes hat man das operative Gewinnziel angehoben. Der Nettogewinn belief sich auf 1,46 Mrd. Euro, nach 1,05 Mrd. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,34 Mrd. Euro ausgegangen. Der Umsatz wuchs um 15,8 Prozent auf 20,72 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis lag bei 1,95 Mio. Euro, nach knapp 1,7 Mio. Euro im Vorjahr.

Mit einem Aufschlag von 3,7 Prozent präsentieren sich in Schweden die Anteilsscheine von ASSA ABLOY (Assa Abloy AB (B)) in guter Verfassung. Der weltgrößte Anbieter von Schließ- und Schlosstechnik verzeichnete im Gesamtjahr 2011 aufgrund von Sonderbelastungen einen leichten Gewinnrückgang. Der Nettogewinn belief sich auf 3,87 Mrd. Schwedische Kronen (SEK), im Vergleich zu 4,08 Mrd. SEK im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der jüngste Gewinn bei 4,61 Mrd. SEK. Der Umsatz wuchs um 13 Prozent auf 41,79 Mrd. SEK.

Die portugiesischen Verbraucherpreise haben im Januar 2012 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde ein geringeres Wachstum verzeichnet. So reduzierte sich die Jahresteuerungsrate auf 3,5 Prozent, nachdem die Inflationsrate im Dezember noch bei 3,6 Prozent gelegen hatte. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Lebenshaltungskosten um 0,5 Prozent, wogegen sie im Dezember unverändert geblieben waren.

Die schweizerischen Verbraucherpreise haben sich im Januar 2012 mit beschleunigtem Tempo reduziert. Dies teilte das Schweizer Bundesamt für Statistik BfS mit. So schrumpften die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,8 Prozent, während sie im Dezember 2011 um 0,7 Prozent nachgegeben und im Januar 2011 um 0,3 Prozent zugelegt hatten. Binnen Monatsfrist gingen die Konsumentenpreise um 0,4 Prozent zurück. Aus der Schweiz wird heute zudem ein Zukauf gemeldet. Der Schokoladenhersteller Barry Callebaut hat eine Vereinbarung über den vollständigen Erwerb der Mona Lisa Food Products Inc., eines Anbieters von Schokoladendekorationsprodukten in den USA, abgeschlossen. Der Titel legt daraufhin im breiten Markt um 0,5 Prozent zu.

In Finnland verschlechtern sich Metso um 1,3 Prozent. Der Maschinenbaukonzern meldete, dass die Konzernsparte Metso Pulp and Paper mit der Lieferung einer kompletten Produktionslinie zur Herstellung von Wellpappe beauftragt wurde. Auftraggeber ist der türkische Papierhersteller Kipas Kagit Sanayi Isletmeleri A.S., der die neue Produktionslinie in seinem Werk in Kahramanmaras im Südosten der Türkei einsetzen wird. Der Auftragswert wurde auf insgesamt 80 Mio. Euro beziffert.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.482,85 (-1,57 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.469,16 (-0,84 Prozent) FTSE 100 (London): 5.853,73 (-0,71 Prozent) CAC40 (Paris): 3.383,20 (-1,21 Prozent) MIB (Mailand): 16.413,75 (-1,44 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.793,60 (-1,22 Prozent) SMI (Zürich): 6.111,54 (-0,94 Prozent) ATX (Wien): 2.176,71 (-3,07 Prozent) (10.02.2012/ac/n/m)

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