Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes befinden sich am letzten Handelstag der Woche auch zur Mittagszeit mehrheitlich auf dem Rückzug. Dabei drückt die andauernde Hängepartie um die Rettung Griechenlands weiter auf die Stimmung der Investoren. Der DAX verliert aktuell 1,13 Prozent auf 6.711,80 Punkte, während der MDAX um 0,95 Prozent auf 10.257,45 Stellen fällt. Für den SDAX geht es derweil um 0,49 Prozent auf 4.995,84 Zähler nach unten. Der TecDAX verbessert sich um 0,52 Prozent auf 777,28 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,57 Prozent auf 137,88 Punkte, während sich der Euro um 0,35 Prozent auf 1,3229 US-Dollar verbilligt.
Die Inflation in Deutschland hat sich im Januar 2012 nach endgültigen Angaben des Statistischen Bundesamtes mit unverändertem Tempo fortgesetzt. So belief sich die Inflationsrate auf 2,1 Prozent, nach einer Jahresteuerungsrate von 2,1 Prozent im Dezember 2011 und 2,0 Prozent im Januar 2011. Auch im Januar 2012 war die Inflationsrate erneut maßgeblich durch den Preisauftrieb bei Energie bestimmt. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Energie hätte die Inflationsrate im Januar 2012 bei 1,5 Prozent gelegen. Auf Monatssicht gingen die Lebenshaltungskosten der privaten Haushalte um 0,4 Prozent zurück, während sie im Vormonat um 0,7 Prozent gestiegen und im Vorjahresmonat um 0,4 Prozent gefallen waren.
Die Wall Street dürfte heute mit roten Vorzeichen in den Handel starten. So verschlechtert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,66 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt um 0,70 Prozent nach, während der S&P-Future 0,74 Prozent an Wert verliert. Aus den USA werden heute die Handelsbilanz, Verbraucherstimmung und der Haushaltssaldo gemeldet.
Im Dax haben auch im Mittagshandel Banktitel einen schweren Stand. So brechen Commerzbank als schwächster Wert um 5,4 Prozent ein, während es für Deutsche Bank auf Platz drei der Verliererliste um 3,5 Prozent nach unten geht. An der Indexspitze rücken Infineon um 1,7 Prozent vor.
Sky Deutschland verlautbarte bereits gestern Abend, dass man erfolgreich 70.809.978 neue Aktien durch ein so genanntes "Accelerated Bookbuilding" aus genehmigtem Kapital platziert hat, was 10 Prozent des bestehenden Grundkapitals entspricht. Dabei wurden die Aktien vorrangig an internationale institutionelle Investoren ausgegeben. 35.334.179 Aktien, was 49,9 Prozent der angebotenen Aktien entspricht, wurden an die News Adelaide Holdings B.V., eine vollständige indirekte Tochter der News Corp. , ausgegeben. Somit bleibt der Aktienanteil der News Adelaide Holdings B.V. an Sky Deutschland bei 49,9 Prozent. Der Angebotspreis der neuen Aktien wurde auf 2,20 Euro festgelegt. Durch die Kapitalerhöhung erzielt Sky Deutschland einen Bruttoerlös von rund 155,8 Mio. Euro. Das Papier des Bezahlfernsehsenders verbessert sich als bester Wert im MDAX um 3,6 Prozent. Für Fraport geht es indes um 0,5 Prozent nach unten. Der Flughafenbetreiber hat im Januar am Flughafen Frankfurt 4.076.310 Passagiere gezählt, was einem Plus von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Die Zahl der Flugbewegungen legte gleichzeitig leicht um 0,7 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat 2011 zu. Die Summe der Höchststartgewichte sank dagegen um 1,6 Prozent. Weltweit begrüßte Fraport an den Konzern-Flughäfen mit Mehrheitsbeteiligung im Januar 5.749.352 Fluggäste, was einem Plus von 6,6 Prozent entspricht. Zudem verschlechtern sich Bilfinger Berger um 0,9 Prozent. Der Baukonzern hat zwei Großaufträge zum Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin an Land gezogen.
SÜSS MicroTec (Suess Microtec) hat im Geschäftsjahr 2011 nach vorläufigen Zahlen Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Auch im Schlussquartal konnte der Umsatz nochmals zulegen. Zudem hat sich die Nettoliquidität merklich erhöht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich der Umsatz von 139,1 Mio. Euro im Vorjahr auf nunmehr 175,4 Mio. Euro. Das bereinigte EBIT lag für 2011 bei 20,0 Mio. Euro (Vorjahr 14,0 Mio. Euro). Die Aktie des Herstellers von Anlagen und Prozesslösungen für die Halbleiterindustrie und verwandte Märkte gibt um 0,2 Prozent nach.
NORMA Group (NORMA Group) verschlechtern sich um 0,3 Prozent. Der Konzern hat einen Auftrag aus der Ukraine erhalten. So hat der Markt- und Technologieführer für hochentwickelte Verbindungstechnik das Fußballstadion in Kiew mit 40.000 Rohrverbindern (NORMA Connect DCS) ausgestattet.
DAX: 6.711,80 (-1,13 Prozent) MDAX: 10.257,45 (-0,95 Prozent) SDAX: 4.995,84 (-0,49 Prozent) TecDAX: 777,28 (+0,52 Prozent) (10.02.2012/ac/n/m)